Auenweg

Standort eines von zwei 'Geisterrädern in Mülheim; ' Unfallort im 'Kölner Raserprozess'

Am Mülheimer Auenweg kam 2015 eine 19-jährige Studentin bei einem illegalen Autorennen ums Leben. Einer der beiden Raser war in einer Linkskurve ins Schleudern geraten und kollidierte mit der Radfahrerin. Der "Auenweg-Prozess" hatte juristisches Nachspiel: Der Fall ging bis vor den Bundesgerichtshof, um die Frage nach Aussetzung der Strafen zur Bewährung zu klären. Dieser und ähnliche Fälle führten 2017 zu einer Verschärfung der Gesetze gegen illegale Autorennen.

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Soundscape / Mülheim
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Sound/Details

Autoverkehr-Geräusche bei vorgeschriebenen 30km/h, die wegen der Bodenschwellen und des Gegenverkehrs – jetzt i.d.R. ansatzweise eingehalten werden.

Bilder / Ansichten aus dem Umfeld

Der Auenweg ist Verbindungsstraße zwischen Deutz und Mülheim, abseits des Werksverkehrs. Markanter Punkt ist das "Geisterrad" – ein weiß lackiertes Fahrrad, das an den Unfalltod von Miriam S. erinnert. Die 19-Jährige wurde hier als Fahrradfahrerin bei einem Verkehrsunfall mit einem Auto getötet. Später stellte sich heraus, dass der Autofahrer an einem illegalen Autorennen teilgenommen hatte. Er hatte bei weit überhöhter Geschwindigkeit die Kontrolle über sein Auto verloren und wurde gegen die Fahrradfahrerin Miriam S. geschleudert.
"Geisterräder" (in ihrem Ursprungsland, den USA, "Ghost Bikes" genannt) werden seit 2010 auch vom ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club) in Köln aufgestellt. 
Die Mutter der verstorbenen Miriam S. besucht regelmäßig Schulen im Kölner Raum, um junge Erwachsene – Radfahrende und Autofahrende – für die Gefahren im Straßenverkehr zu sensibilisieren. Aktuell stehen in Köln rund 20 Geisterräder, in Mülheim sind es mittlerweile zwei. Geisterräder werden – über das Gendenkmoment hinaus – auch als Appell für eine Verkehrs- und Stadtplanung wahrgenommen, die neben ökologischen Belangen auch Fußgängern und Radfahrern mehr Platz und Sicherheit einräumt.

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Wikipediaartikel zu illegalen Straßenrennen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Illegales_Stra%C3%9Fenrennen#Gef%C3%A4hrdungspotenzial_von_Stra%C3%9Fenrennen

Artikel des Kölner Stadt-Anzeigers zum Auenwegprozess:
https://www.ksta.de/koeln/urteil-raser-vom-koelner-auenweg-muessen-doch-ins-gefaengnis-29907452

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